
Natasa Teofilovic, Assistenz der Standortleitung in Garching, und Marek Urban, Teamleiter in Geretsried, haben an einer Schulung der Berufsgenossenschaft teilgenommen, um ihre Kompetenzen im Umgang mit wichtigen Themen des Arbeitsalltags zu stärken. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere mentale Gesundheit, ein achtsamer Umgang miteinander sowie Suchtprävention.
Die Schulung vermittelte wichtige Impulse, um Führungskräfte im Umgang mit unterschiedlichen Situationen im Arbeitsalltag zu stärken und ein Umfeld zu fördern, in dem Offenheit, Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich sind.
Kein Leben verläuft wie perfekt in einer Excel-Tabelle geplant. Jeder Mensch erlebt Phasen, in denen vieles gleichzeitig passiert.
Im Alltag können ganz unterschiedliche Situationen auftreten. Manchmal braucht ein Familienmitglied Unterstützung, manchmal bringt eine Krankheit im eigenen Umfeld Veränderungen mit sich. Auch neue Lebenssituationen, persönliche Herausforderungen oder besonders intensive Arbeitsphasen können Menschen stark beschäftigen.
Solche Situationen gehören zum Leben dazu und können jeden treffen. Umso wichtiger ist ein Arbeitsumfeld, in dem ein bewusster und rücksichtsvoller Umgang miteinander selbstverständlich ist. Dieser Wert ist auch bei GLX fest verankert.
Genau deshalb ist es sinnvoll, Führungskräfte darauf vorzubereiten, auf unterschiedliche persönliche Situationen von Mitarbeitenden einzugehen.
Ein zentraler Bestandteil der Schulung war deshalb die Frage, wie Führungskräfte Veränderungen im Arbeitsalltag wahrnehmen und angemessen darauf reagieren können.
Dabei geht es nicht darum, medizinische Diagnosen zu stellen oder vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Viel wichtiger ist es, Veränderungen im Arbeitsverhalten wahrzunehmen und bei Bedarf das Gespräch zu suchen.
Ein offener Austausch kann helfen, Situationen besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu finden. Oft sind es kleine Dinge, die einen Unterschied machen: ein Gespräch im Büro, ehrliches Interesse am Gegenüber oder gegenseitige Unterstützung im Team.
Ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen merken, dass sie gesehen und ernst genommen werden, kann in herausfordernden Lebensphasen eine wichtige Stütze sein.
Ein weiterer Schwerpunkt der Schulung lag auf dem Thema Suchtprävention im Betrieb. Sucht kann viele Formen annehmen und entwickelt sich häufig schrittweise. Häufige Beispiele sind der riskante Umgang mit Alkohol, der Konsum illegaler Drogen oder der Missbrauch von Medikamenten. Auch andere Formen wie Glücksspiel oder exzessive Internetnutzung können im Alltag eine Rolle spielen.
Ziel der Prävention ist es, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Ausgangspunkt sind dabei immer beobachtbare Veränderungen im Arbeitsverhalten, etwa nachlassende Leistung, häufige Fehlzeiten oder zunehmende Unzuverlässigkeit. Führungskräfte stellen dabei keine medizinischen Diagnosen. Entscheidend sind konkrete Beobachtungen im Arbeitsalltag.
In solchen Fällen wird zunächst das Gespräch gesucht. In einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch können Beobachtungen angesprochen und Erwartungen für die Zukunft geklärt werden. Ziel ist es, Veränderungen frühzeitig anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Die Schulung vermittelte darüber hinaus ein klares Vorgehen für solche Situationen. Dazu gehört, Veränderungen sachlich anzusprechen und gemeinsam zu klären, welche Unterstützung in der jeweiligen Situation hilfreich sein kann.
Bleiben Auffälligkeiten bestehen, können weitere Gespräche folgen und bei Bedarf zusätzliche Ansprechpartner im Unternehmen einbezogen werden, etwa die Personalabteilung oder der Betriebsarzt. Auch externe Beratungsstellen können in solchen Situationen eine wichtige Unterstützung sein.
Ein wichtiger Bestandteil der Schulung war außerdem das sogenannte KLAR Prinzip, eine Orientierung für den Umgang mit möglichen Suchtproblemen im Arbeitsumfeld.
Dabei stehen vier Grundgedanken im Mittelpunkt:
Das Ziel ist dabei immer, Probleme nicht zu verdrängen, sondern sie frühzeitig anzusprechen und Unterstützung zu ermöglichen.
Ein wichtiger Aspekt der Schulung war auch die Rolle des Umfelds, denn häufig sind es die Kolleg:innen, die Veränderungen zuerst wahrnehmen.
Deshalb kann Prävention nur gelingen, wenn alle Beschäftigten aufmerksam im Team handeln und betriebliche Regelungen kennen. Veränderungen sollen frühzeitig angesprochen werden, nicht um zu verurteilen, sondern um füreinander da zu sein.
Bei GLX geht es nicht nur um Arbeit, sondern auch um den Menschen dahinter. Schulungen wie diese helfen unseren Führungskräften, diese Haltung im Arbeitsalltag weiter zu festigen.
Denn ein starkes Unternehmen entsteht dort, wo Menschen sich gegenseitig unterstützen.